AFA-Präsident

Reiseverbot für AFA-Präsident wegen Steuerermittlungen

Februar 20, 2026

Februar 20, 2026

Ein Gericht in Buenos Aires hat gegen Claudio Tapia, den Präsidenten des argentinischen Fußballverbands, ein Ausreiseverbot verhängt. Der Chef der Argentine Football Association (AFA) muss sich zudem am 5. März vor Gericht verantworten. Hintergrund sind laufende Ermittlungen wegen mutmaßlicher Steuerverstöße.

Die Vorwürfe stammen von der argentinischen Steuerbehörde ARCA, die Tapia sowie weitere führende Funktionäre der AFA beschuldigt, Steuern hinterzogen und Sozialabgaben nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben. Im Fokus stehen dabei mögliche Unregelmäßigkeiten im Zeitraum zwischen März 2024 und September 2025.

Neben Tapia wurden auch gegen andere hochrangige Verbandsvertreter Reisebeschränkungen verhängt. Die Behörden prüfen insbesondere, ob fällige Steuerzahlungen sowie Beiträge zur Sozialversicherung von Spielern und Mitarbeitern nicht vollständig geleistet wurden.

Bereits im Dezember hatten Ermittler die Geschäftsräume des Verbandes durchsucht. Die Entwicklungen kommen zu einem sensiblen Zeitpunkt, da Argentinien als amtierender Weltmeister bei der 2026 FIFA World Cup seinen Titel verteidigen will.

Der Verband weist sämtliche Anschuldigungen zurück und spricht von einer politisch motivierten Kampagne. Laut AFA stehen die Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Streit über die Organisation von Länderspielen sowie mit allgemeinen politischen Spannungen unter Präsident Javier Milei, der Reformen im argentinischen Profifußball angestoßen hat.

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